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(Geflecktes / Halbgebändertes) Dornauge

Pangio kuhlii (Valenciennes, 1846)


Synonyme: Acanthophthalmus fasciatus van Hasselt, 1823;
Acantophthalmus fasciatus van Hasselt, 1823;
Cobitis kuhlii Valenciennes, 1846;
Acanthophthalmus kuhli (Valenciennes, 1846);
Acanthophtalmus kuhli (Valenciennes, 1846);
Acanthophthalmus kuhlii (Valenciennes, 1846);
Acanthophthalmus fasciatus Bleeker, 1860;
Pangio fasciatus (Bleeker, 1860);
Acanthophthalmus kuhlii sumatranus Fraser-Brunner, 1940;
Pangio sumatrana (Fraser-Brunner, 1940);
Acanthophthalmus sumatranus Fraser-Brunner, 1940;
Acanthopthalmus semicinctus Fraser-Brunner, 1940;
Pangio semicinctus (Fraser-Brunner, 1940);
Acanthophthalmus semicinctus Fraser-Brunner, 1940;
Pangio semicincta (Fraser-Brunner, 1940);
Acanthophthalmus myersi (non Harry, 1949);
Pangio myersi (non Harry, 1949)

Stamm: Chordatiere (Chordata)
Klasse: Fische (Pisces)
Ordnung: Karpfenähnliche Fische (Cypriniformes)
Unterordnung: Schmerlenartige (Cobitoidei)
Familie: Schmerlen (Cobitiae)
Unterfamilie: Cobitinae
Größe: 10 cm
Erreichbares Alter: ca. 16,5 Jahre *
Geschlechts-
unterschied:
unbekannt
Ersteinführung 1909
Futter: Allesfresser, braucht abwechslungsreiche Kost
Aquarium: min. 60 cm (ca. 54 - 63 l)
Beckenbereich: unten
Sozialverhalten: Schwarmfisch (ab 10 Tiere)
Nachzucht: Freilaicher (schwierig)
Bemerkung: --
Thailand, Borneo, Java, Sumatra
Herkunft: Thailand, Borneo, Java und Sumatra
Biotop: --
Temperaturen: 24 - 28°C
pH-Wert: 5 - 7,5
Gesamthärte: < 10°
Karbonathärte: < 8°

Durchschnittliche Preise im Handel:
Preise im Ø von 1,50 € bis 3,30 € (bei 65 Einzelpreisen)*
(Zuchtform und Größe können sich auf den Preis auswirken, diese Angaben dienen nur als grobe Orientierung! In Einzelfällen (Wildfänge, bes. Zuchtformen etc.) können die Preise auch deutlich anders liegen!)

Diese schlangenartigen quirligen Dornaugen sind allgemein nur unter dem Oberbegriff Dornauge bekannt, wer sie eine Zeit lang beobachten kann, wird sich sofort in sie verlieben.

Diese ruhigen Fische sind ausgezeichnete Putzer, die erst in der Dämmerung aktiv werden, und jeden Winkel des Aquariums nach Freßbaren durchsuchen. Dabei sei zu beachten, daß man, wenn man einen Bodenfilter verwendet, Vorsicht walten lassen muß, da sich die Tiere gerne mal eingraben und so in den Filter gesaugt werden können.

Da einzelne Tiere schnell schüchtern werden und sich nicht mehr im offenen Wasser blicken lassen, sollte man immer mehrere Exemplare halten.

Mit anderen friedlichen Arten haben die Fische keinerlei Probleme, so daß sie sich gut zur Vergesellschaftung eignen. So lange das Wasser weich und leicht sauer ist, macht diese Art kaum Probleme. Am wohlsten fühlen sie sich jedoch in einem dichtbepflanzten Aquarium, daß nicht zu stark beleuchtet ist.

Pangio kuhliiSie sind gar nicht schreckhaft oder scheu, eher schüchtern - besonders am späten Nachmittag bis gegen Abend sind sie sehr aktiv und lassen sich häufig beobachten, wenn sie um einen Pflanzenhalm gewickelt in den Blattansätzen nach Futterresten suchen. Zur Fütterungszeit sind sie immer zu spät dran, aber da sie ohnehin nicht viel Futter benötigen, werden sie kaum verhungern, denn normalerweise bleibt an den für andere Fische unzugänglichen Stellen so viel Futter hängen, das es für die Dornaugen allemal reicht. Bei der Fütterung beobachte ich häufig, daß die Dornaugen überhaupt keine Scheu vor anderen Tieren zeigen, selbst bei den relativ großen Prachtschmerlen die ja nicht grade zimperlich und doch recht rabiat auf andere Fische zugehen, machen sie selten einen Rückzieher. In aller Ruhe schlängeln sie sich langsam auf die Futtertablette zu und schwimmen frech zwischen und unter den im Vergleich riesig wirkenden Prachtschmerlen hindurch zum Futter. Berührungsängste zeigen sie dabei kaum, häufig habe ich beobachtet, wie eine Prachtschmerle auf dem Dornauge liegend gleichzeitig an der Futtertablette fraß.

Wird das Dornauge dann doch zu oft von anderen Fischen angestubst, versteift es seinen Körper und läßt sich so ein Stück beiseite schieben, sobald sie dann aus dem Gefahrenbereich ist, schlängelt sie sich zügig davon. Man möchte es gar nicht glauben, aber Dornaugen sind blitzschnell - wenn sie sich bedroht fühlen, flüchten sie mit einer schlangenartigen Bewegung von enormer Geschwindigkeit in ihr Versteck, man hat keine Chance, sie mit zum Beispiel einem Kescher einzufangen, ohne vorher die Einrichtungsgegenstände entfernt zu haben.

Eine weitere Eigenart der Dornaugen ist, das sie sich zeitweise auch mal außerhalb des Wassers aufhalten, sie sitzen dann zum Beispiel auf einem Blatt einer Schwimmpflanze oder erkunden das Gelände in ihrer näheren Umgebung, auch springen sie manchmal unvermittelt aus dem Wasser in die Höhe, deshalb sollte man das Aquarium besser gut abdecken und sämtliche Ritzen etwa von Schaucheinlässen etc. gut verschließen.

Die Zucht der sich gerne im Boden eingrabenden Fische ist sehr schwierig, wenn man Glück hat findet man dann die hellgrünen Eier an Pflanzenteilen nahe der Wasseroberfläche. Häufig wurde von einer spontanen Vermehrung in heimischen Aquarien berichtet, sie sind also durchaus auch schöne Studienobjekte in Bezug auf die Vermehrung von Schmerlen.

Ihre liebsten Aufenthaltsorte verfügen über eine weiche Mulmschicht und abgestorbene Pflanzenteile, zwischen denen sie nur schwer zu erkennen sind. Es wird angenommen, daß die Dornaugen durch ihre extrem bodennahe Lebensweise über sehr starke Abwehrkräfte verfügen, und daß die im Mulm lebenden Organismen ebenfalls für die geringe Anfälligkeit auf infektions- oder parasitären Krankheiten verantwortlich sind.

Autor:Andreas Kinast (Anika B.); Bilder: Andreas Kinast

 


Unterarten / Zuchtformen:

Unterarten:

P. kuhlii kuhlii
P. kuhlii sumatranus
P. kuhlii myersi

Zuchtformen:

Albino
Schwarzes Dornauge

 

Weiterführende Literatur:

Ott, G. (2000), Schmerlen im Aquarium, Bissendorf

 

Weiterführende Links (extern!):

www.schmerlen.de  

 


Diese Artbeschreibung wurde am 29.10.2006 aktualisiert. Die verwendeten Quellen sind in der Bibliographie aufgeführt. Bei Fragen melden Sie sich bitte im Forum. (Bitte die Art angeben!)

 

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