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Die Siamesische Rüsselbarbe ist ein vorzüglicher Algenfresser
- wohl einer der Hauptgründe dafür das sie so häufig verkauft
wird.
Mit ihrem schlanken, torpedoförmigen Körper kommt sie auch in die
kleinste Ecke aus der sie mit schnellen Raspelbewegungen dem Algenrasen
zu Leibe rückt (auch den Fadenalgen, die sonst von keinem Fisch
gefressen werden).
Häufig
stehen diese Tiere im schnell fließenden Strahl des Filtereinlaufes,
als wollten sie darauf hinweisen das sie eigentlich in fließenden
Gewässern zu Hause sind. Die Rüsselbarben fühlen sich
in Gruppen von 5 - 8 Artgenossen wohl, sie ziehen gemeinsam los,
um Blätter und Wurzeln abzugrasen. Dichter Pflanzenwuchs in Verbindung
mit viel freiem Schwimmraum und glatten Steinen zum Ruhen sind von
Vorteil.
Ich kenne zwei Arten der Rüsselbarbe, die sich durch zwei
Dinge unterscheiden. Die Siamesische Rüsselbarbe (C. siamensis)
hat den langen schwarzen Streifen auch über die Schwanzflosse
durchgehend, bei der anderen Art (Epalzeorhynchus sp.) endet
die Schwarzfärbung am Anfang der Schwanzflosse. Die zu letzt genannten
Tiere sind nicht ganz so algenhungrig. Neben diesen sehr ähnlichen
Arten, gibt es noch die Schönflossige
Rüsselbarbe, die auch gerne mit der Rüsselbarbe verwechselt
wird. ( vgl. Neil
Frank and Liisa Sarakontu)
Die Tiere sind friedlich und sehr zutraulich und neugierig. Sie
schwimmen ruhig umher und verhalten sich tolerant gegenüber
andern Tieren, schwimmen häufig mal gegen den schnellen Strahl der
Pumpe an, liegen friedlich auf großen Blättern nebeneinander in
der Sonne - dies alles in kleineren Gruppen, wenigstens aber zu
zweit. Auf der Suche nach Algen durchqueren sie alle Wassergebiete,
scheuen jedoch vor geschlossenen, dunklen Höhlen zurück.
Die Siamesische Rüsselbarbe erreicht sehr schnell (ca. 1 Jahr)
ihre normale Endlänge (in Gefangenschaft ca 10 cm), verliert dabei
jedoch nicht ihren Appetit. Außer Algen nimmt sie auch gern Flocken-
und Lebendfutter wie z.B. Mückenlarven oder Wasserflöhe als
Ergänzung an - geht jedoch nicht an Pflanzen.
Viel freier Schwimmraum und unterschiedlich schnelle Strömungen
innerhalb des Aquariums sind wohl das Optimum, leider ist dies in
den meisten Heimaquarien nur schwer zu realisieren.
Oft wird diese Art mit ähnlichen Arten (E.
kalopterus, Garra cambodiensis)
verwechselt, die aber oft andere Ansprüche haben und teilweise
keine Algen fressen. Ein wichtiges Unterscheidungscheidungsmerkmal
ist die oben angesprochene Schwanzflossenzeichnung.
Autor: Andreas Kinast;
Bilder: Anika
Börries
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