Das Zierfischverzeichnis
 
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Borneobarbe / Viergürtelbarbe

Puntius anchisporus (Vaillant, 1902)


Synonyme: Barbus anchisporus Vaillant, 1902;
Puntius anchisporus (Vaillant, 1902);
Puntius pulcher Rendahl, 1922

Stamm: Chordatiere (Chordata)
Klasse: Fische (Pisces)
Ordnung: Karpfenähnliche (Cypriniformes)
Unterordnung: --
Familie: Karpfenartige (Cyprinidae)
Unterfamilie: Kärpflinge (Cyprininae)
Größe: 7 cm
Erreichbares Alter: ca. 7 Jahre *
Geschlechts-
unterschied:
W: Hochrückig, fülliger;
M: Intensiver gefärbt Rand der Dorsale kräftig rot
Ersteinführung 1935
Futter: Pflanzen-, Lebend- und Trockenfutter
Aquarium: min. 80 cm (ca. 112 l)
Beckenbereich: unten / mitte
Sozialverhalten: Schwarmfisch (ab 10 Tiere)
Nachzucht: Freilaicher
Bemerkung: Aller Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei den im Handel angebotenen Tieren um P. anchisporus (Borneobarbe), da scheinbar die echte P. tetrazona (Sumatrabarbe) noch nie importiert wurde. Die echte Viergürtelbarbe (P. tetrazona) hat keinen Rotanteil in den Flossen und eine durchgänge Seitenlinie!
Indonesien, Sumatra, Borneo
Herkunft: endemisch auf Borneo (Kapuas, Mahakam, Bulungan)
Biotop: Uferzone mit dichter Randbepflanzung
Temperaturen: 21 - 28°C
pH-Wert: 6 - 8
Gesamthärte: < 20°
Karbonathärte: < 10°

Durchschnittliche Preise im Handel:
Preise im Ø von 1,00 € bis 2,60 € (bei 74 Einzelpreisen)*
(Zuchtform und Größe können sich auf den Preis auswirken, diese Angaben dienen nur als grobe Orientierung! In Einzelfällen (Wildfänge, bes. Zuchtformen etc.) können die Preise auch deutlich anders liegen!)

Im Handel wird diese Art als Sumatrabarbe angeboten. Die Sumatrabarbe wurde aber offenbar noch nie importiert und unterscheidet sich von der Borneobarbe vor allem durch den fehlenden Rotanteil in den Flossen und die durchgängige Seitenlinie.

Diese lebhaften Fische leben in freier Wildbahn in Uferzonen mit dichter Randbepflanzung, Verstecken und mulmigen Grund.

Man sollte sie nur in einem großen Schwarm von mindestens 10 bis 30 Tieren halten, da im Schwarm eine ausgeprägte Rangordnung herrscht. Hält man dagegen nur zwei oder vier Tiere, wird das schwächste Tier solange gejagt, bis es stirbt oder der Stärkste überbleibt. Außerdem haben sie einen ausgeprägten Spieltrieb und die Männchen bilden Reviere, die nicht unbedingt klein sind. Wichtigste Vorraussetzungen sind klares, gut gefiltertes Wasser mit Strömung, dichte Bepflanzung mit viel Schwimmraum in der Mitte und eine Einrichtung, die es einzelnen Tieren ermöglicht sich zurückzuziehen.

Puntius anchisporusRegelmäßige Wasserwechsel von 20 bis 30 % innerhalb einer Woche bis zu 10 Tagen sind wichtig, weil Barben zu den Fischen gehören, die viel fressen und somit auch viel Kot hinterlassen. Außerdem regen Wasserwechsel zu Imponier- und Balzspielen an. Durch das "Gründeln" nehmen die Barben Mulm, Pflanzenteile, Algen, Würmer und Larven, aber auch Mikroorganismen auf. Es ist daher wichtig, daß der Mulm nicht penibel abgesaugt wird, denn die Tiere brauchen die darin enthaltenen Bakterien zur Verdauung.

Diese Barben sind sehr gefrässige Allesfresser, deren Pflanzenbedarf aber proportional zur Körpergröße wächst, deshalb sollte man ihnen genügend pflanzliche Nahrung geben (Pflanzenflocken, Algentabletten, Gurke, Salat, etc), aber auch Lebend- und gefriergetrocknetes o. eingefrorenes Futter sind sehr wichtig. Man sollte darauf achten, daß die Fische, besonders die Weibchen zur Fettleibigkeit neigen.

Es ist von Vorteil, Moosbarben und Sumatrabarben nicht mit ruhigen und langflossigen Fischen (Fadenfische, Skalare, Guppys, Schwerträger, usw.) zu vergesellschaften, da es v. a. bei Platzmangel und zu wenig Futter nicht auszuschließen ist, daß die Barben an den Flossen ihrer Mitbewohner knabbern.

Sie sind aber gut mit anderen Barben, Bärblingen, Welsen, Schmerlen, Fransenlippern, einigen Labyrinthfischen und Zwerbuntbarschen zu vergesellschaften. Temperament und Durchsetzungsvermögen (z.B. beim Fressen) der Barben sind dabei zu beachten.

Um ganz sicher zu gehen kann man diese Tiere am besten in einem Artenbecken halten.
Sumatrabarben in einem ausgewogenen Schwarm sind meist die ganze Zeit mit Rangkämpfen beschäftigt und dann am verträglichsten gegen andere Fische.

MoosbarbeMoosbarbe

Die Moosbarbe ist eine grüne Zuchtform der Sumatrabarbe, das bedeutet es handelt sich um grüne Sumatrabarben, deshalb gelten die Vorraussetzungen der Sumatrabarbe auch für die Moosbarben.

Die schwarze Farbe der Querstreifen ist auf dem Körper zusammengeflossen und von einem tiefgrünen Glanz überzogen. Die Flossen sind wie bei der Sumatrabarbe rot und zeigen die Geschlechtsunterschiede an. Das Männchen hat eine rote Schnauze, Rücken- und Schwanzflosse sind ebenfalls rot, dagegen haben die Weibchen nur rote Bauchflossen, sie werden größer und höher und dicker als die Männchen.

Zucht

Zur Zucht brauchen sie ein Aquarium, mit bis zur Wasseroberfläche reichenden Wasserpflanzen, da sie sie Eier weit oben ablegen, bei 26°C, GH max 10°. Da sie Läuchräuber sind, sollten die Alttiere herausgefangen werden. Die Jungen schlüpfen nach 36 Stunden und werden mit Artemia großgezogen.

Text: Lady Donatella, Bilder: Anika Börries

 


Unterarten / Zuchtformen:

Moosbarbe Moosbarbe (grünliche Zuchtform)
Goldbarbe / Hongkongbarbe Hongkongbarbe (gelbliche Zuchtform)

 

Weiterführende Literatur:

Stallkneckt, H. (1994), Barben und Bärblinge, Bissendorf, ISBN: 389356179X

Steinle, C.-P. (1998), Barben & Bärblinge, ISBN: 3800174332

 

Weiterführende Links (extern!):

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Diese Artbeschreibung wurde am 29.10.2006 aktualisiert. Die verwendeten Quellen sind in der Bibliographie aufgeführt. Bei Fragen melden Sie sich bitte im Forum. (Bitte die Art angeben!)

 

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