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Campoma-Guppy / Endlers Guppy
/ Dovermolly
Poecilia wingei (2005)
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| Synonyme:
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Poecilioides
reticulatus (Peters, 1859);
Lebistes reticulatus (Peters, 1859);
Haridichthys reticulatus (Peters, 1859);
Girardinus reticulatus (Peters, 1859);
Acanthophacelus reticulatus (Peters, 1859);
Poecilia reticulatus Peters, 1859;
Lebistes poeciloides De Filippi, 1861;
Lebistes poecilioides De Filippi, 1861;
Girardinus guppii Günther,
1866;
Acanthophacelus guppii (Günther,
1866);
Heterandria guppyi (Günther,
1866)
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Durchschnittliche Preise im Handel:
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Preise im Ø von 1,80 € bis 3,80 € (bei 15 Einzelpreisen)*
(Zuchtform und Größe können sich auf den Preis auswirken, diese Angaben dienen nur als grobe Orientierung! In Einzelfällen (Wildfänge, bes. Zuchtformen etc.) können die Preise auch deutlich anders liegen!)
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Auf Grund verschiedener Merkmale sind diese Guppys seit 2005 als
eigene Art anerkannt. Zum einen sind die Endlers Guppys in ihren
ursprünglichen Formen deutlich kleiner und kompakter als "normale"
Guppys, zum anderen ist ihr Begattungsorgan anders aufgebaut, als
bei P.
reticulata und sie zeigen ein anderes Verhalten. Mehr dazu
auf den unten aufgeführten Links.
Die oft beschriebene "typische" Zeichnung, die auch das
hier abgebildete Tier zeigt, geht vermutlich auf die kleine Ausgangspopulation
zurück, die 1975 zum ersten mal eingeführt wurde. Wolfgang
Staeck beschreibt in seinem Reisebericht in der Datz 6/2004,
daß er extrem unterschiedlich gefärbte Tiere und alle
Zwischenstufen zwischen diesen Färbungen und Mustern in Cumaná
entdecken konnte. Typisch für die Wildpopulationen sei zudem,
daß die Flossen nicht verlängert waren.
Der
Fundort weist extreme Lebensbedingungen auf. So ist in der Datz
6/2004 zu lesen, daß die Tiere in einem Abwasserbach bei Cumaná
gefunden wurden, 400 m vom Meer entfernt, in dem eine Temperatur
von 34°C, ein Leitwert von 960 - 1100, ein pH-Wert von 7,6 gemessen
wurde.
Gefüttert
werden diese Fische mit Trocken- und Lebendfutter, gelegentlich
auch mit pflanzlicher Kost. Man sollte aber immer in kleinen
Mengen und dafür mehr mals am Tag füttern, da die
Tiere nicht so viel auf einmal verdauen können. Gleichzeitig zupfen sie ständig an Algen und Steinen und sammeln so Infusorien und junge Algentriebe.
Endlers Guppys sind lebendgebärend, bekommen also im Gegensatz
zu den meisten anderen Fischen lebende Jungen, und tragen ihren
Beinamen "Millionenfisch" nicht zu Unrecht, weil sie sehr
vermehrungsfreudig sind. So kann ein Weibchen ca. alle 30 Tage knapp
20 Junge bekommen, selten mehr. Daher sollte man beim Besatz auf
Beifische achten, die den Jungtieren nachstellen, denn oft findet
man keinen Abnehmer für junge Guppys. Der Endler kreuzt zudem
offenbar fruchtbar mit P.
reticulata. Sie sollten also möglichst getrennt gehalten
werden, um eine Hybridisierung zu vermeiden
Da dies in einem kleinen Aquarium leicht zu Inzucht und
schließlich zu Degeneration führen kann, sollte
man regelmäßig fremde Tiere aus anderen Zuchten oder Zuchtlinien
dazusetzen, bzw. Tiere mit Degenerationserscheinungen aussondern, um zu verhindern, daß sie sich weiter fortpflanzen.
Wenn man gezielt züchten will, sollte man ein eigenes Zuchtbecken
aufstellen, in dem man dann die Jungfische separat aufzieht, weil
junge Guppys nicht nur für andere Fische eine gern gesehene
Erweiterung des Speiseplans sind, sondern auch die Altfische den
Jungen stark nachstellen. Wenn nicht, reicht es ein dichtbepflanztes
Aquarium aufzustellen. Im Pflanzendickicht können sie so immer
ein paar Jungtiere verstecken und erwachsen werden. Evtl. mehr als
einem lieb ist.
Es sollten immer mehr Weibchen als Männchen gehalten werden,
da die Männchen die Weibchen oft bedrängen und dies zu
Streß bei den Weibchen führen kann.
Bilder: Manta
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Unterarten / Zuchtformen:
Sehr viele Farbvarianten in der Natur anzutreffen (Datz 6/2004)
Weiterführende Literatur:
Jacobs, K. (1969), Die Lebend-Gebärenden Fische der Süssgewässer, ISBN: B0000BRRW1
Kempkes, M. (1996), Der Guppy, ISBN: 3800173301
Petzold, H.-G. (1990); Der Guppy, ISBN: 3894323302
Staeck, W. (2004): Endlers Guppy: Dichtung und Wahrheit; In: DATZ 06/2004, S. 14 -17
Weiterführende Links (extern!):
Diese Artbeschreibung wurde am 23.11.2006
aktualisiert. Die verwendeten Quellen sind in der Bibliographie
aufgeführt. Bei Fragen melden Sie sich bitte im Forum.
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