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Dreistachliger Stichling / Großer Stichling

Gasterosteus aculeatus aculeatus Linnaeus, 1758


Synonyme: Gasterosteus aculeatus Linnaeus, 1758;
Gasterosteus bispinosus Walbaum, 1792;
Gasterosteus teraculeatus Lacepède, 1801;
Gasterosteus cataphractus (Pallas, 1814);
Gasterosteus biaculeatus Mitchill, 1815;
Gasterosteus argyropomus Cuvier, 1829;
Gasterosteus gymnurus Cuvier, 1829;
Gasterosteus semiarmatus Cuvier, 1829;
Gasterosteus semiloricatus Cuvier, 1829;
Gasterosteus tetracanthus Cuvier, 1829;
Gasterosteus trachurus Cuvier, 1829;
Gasterosteus brachycentrus Cuvier, 1829;
Gasterosteus leiurus Cuvier, 1829;
Gasterosteus noveboracensis Cuvier, 1829;
Gasterosteus spinulosus Yarrell, 1835;
Gasterosteus biarmatus Krynicki, 1840;
Gasterosteus ponticus Nordmann, 1840;
Gasterosteus nemausensis Crespon, 1844;
Gasterosteus quadrispinosa Crespon, 1844;
Gasterosteus cuvieri Girard, 1850;
Gasterosteus aculeatus microcephalus (non Girard, 1854);
Gasterosteus microcephalus (non Girard, 1854);
Gasterosteus insculptus Richardson, 1855;
Gasterosteus serratus Ayres, 1855;
Gasterosteus argentatissimus Blanchard, 1866;
Gasterosteus bailloni Blanchard, 1866;
Gasterosteus elegans Blanchard, 1866;
Gasterosteus neustrianus Blanchard, 1866;
Gasterosteus islandicus Sauvage, 1874;
Gasterosteus aculeatus algeriensis Sauvage, 1874;
Gasterosteus algeriensis Sauvage, 1874;
Gasterosteus atkinsi Bean, 1879;
Gasterosteus atkinsii Bean, 1879;
Gasterosteus hologymnus Regan, 1909;
Gasterosteus aculeatus messinicus Stephanidis, 1971

Stamm: Chordatiere (Chordata)
Klasse: Fische (Pisces)
Ordnung: Stichlingsfische (Gasterosteiformes)
Unterordnung: Stichlingsartige (Gasterostoidei)
Familie: Stichlinge (Gasterosteidae)
Unterfamilie: --
Größe: 10 cm
Erreichbares Alter: ca. 3,5 Jahre*
Geschlechts-
unterschied:
M bekommt zur Paarungszeit einen roten, W einen dicken Bauch
Ersteinführung einheimische Art
Futter: Fleischfresser, Lebend- und Gefrierfutter (selten auch Trockenfutter)
Aquarium: min. 80 cm (ca. 112 l)
Beckenbereich: --
Sozialverhalten: Haaremshaltung
Nachzucht: Nestbauer
Bemerkung: --
Europa, Nordasien, Grönland, Island, Nordamerika, Algerien
Herkunft:

Europa: Populationen in den meisten Flussystemen außer in den Zuläufen der Donau; ebendso im Mittelmeer und Schwarzen Meer.

Nordafrika: nur bei Mifidja in der Nähe von Algier.

Nordpazifik: Korea bis zur Bering Sea und nach Baja Kalifornien, Mexiko; im Meer nur südlich bis zur Monterey Bay, Kalifornien, USA.

Nordatlantik: Chesapeake Bay zur Hudson Bay und Baffin

Asien: Iran

Biotop: --
Temperaturen: 10 - 20°C
pH-Wert: 6,0 - 7,4
Gesamthärte: dH bis 10°
Karbonathärte: --

Durchschnittliche Preise im Handel:
Preise im Ø von 1,80 € bis 2,90 € (bei 3 Einzelpreisen)*
(Zuchtform und Größe können sich auf den Preis auswirken, diese Angaben dienen nur als grobe Orientierung! In Einzelfällen (Wildfänge, bes. Zuchtformen etc.) können die Preise auch deutlich anders liegen!)

junge StichlingeOft findet man Stichlinge in Gewässern, in denen keine andere Art überleben könnte, oder wo man nicht erwartet diese Fische zu finden. So werden sie häufig in Flüssen, Seen und Teichen genauso, wie in Moortümpeln, im Watt der Nordsee oder in der Ostsee. Dort stellen sie Laich und Jungfischen anderer Arten stark nach.

Stichlinge werden in der Biologie gerne für Attrappenversuche gehalten. Aus diesem Grund kennt man sein Verhalten vor allem bei der Balz sehr gut.

Diesen Fisch hält man am besten in einer Gruppe von einem Männchen und mehreren Weibchen, damit letztere nicht zu sehr bedrängt werden. Das Aquarium sollte gut belüftet sein und viele Pflanzen und weichen Sand beinhalten.

Zur Zucht setzt man die Temperatur im Winter herab (4 - 8°C) und erhöht sie dann wieder leicht im Frühjahr. Dann sondert sich das Männchen vom (Winter)-Schwarm ab und legt sein Balzkleid an (der Bauch färbt sich knallrot, die Augen blau, s. Bild rechts unten). Nun werden die Weibchen eifrig umbalzt und alle anderen Männchen aus dem Revier erbittert vertrieben.

Stichling-MännchenDie Eiablage der Weibchen wird durch den sogenannten "Zick-Zack-Tanz" von Männchen und Weibchen eingeleitet, der darin endet, daß das Weibchen in das vom Männchen aus Pflanzen gebaute Nest schwimmt. Die Eiablage wird durch ein "Trillern" des Männchens mit dem Maul eingeleitet, daß dann direkt hinterher schwimmt und die Eier besamt.

In einem Nest werden dann die Eier mehrerer Weibchen vom Männchen bewacht und gepflegt. Die geschlüpften Jungfische füttert man dann am besten mit kleinem Lebendfutter wie Artemia.

Nach der Anordnung der Knochenplatten lassen sich drei Formen unterscheiden, von denen die Form G. aculeatus leiurus die verbreiteste ist (siehe unten).

Bild: Anika Börries

 


Unterarten / Zuchtformen:

G. leiurus (Knochenplatten zwischen Kiemen und Analen - häufigste Form)
G. semiarmatus (Knochenplatten zw. Kiemen und Mitte zw. Anale und Caudale)
G. trachurus (Knochenplatten zw. Kiemen und Caudale)

 

Weiterführende Literatur:

Paepke, H.-J. (1996), Die Stichlinge

Tönsmeier, D. (1989), Einheimische Fische im Aquarium

 

Weiterführende Links (extern!):

Arbeitskreis Kaltwasserfische und Fische der Subtropen  

 


Diese Artbeschreibung wurde am 30.10.2006 aktualisiert. Die verwendeten Quellen sind in der Bibliographie aufgeführt. Bei Fragen melden Sie sich bitte im Forum. (Bitte die Art angeben!)

 

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