Das Zierfischverzeichnis
 
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Smaragdprachtbarsch / Streifen-Prachtbarsch

Pelvicachromis taeniatus (Boulenger, 1901)


Synonyme: Pelmatochromis taeniatus Boulenger, 1901;
Pelmatochromis kribensis Boulenger, 1911;
Pelmatochromis calliptera Pellegrin, 1929;
Pelmatochromis klugei Meinken, 1960;
Pelmatochromis kribensis klugei (Meinken, 1960);
Pelmatochromis pulcher klugei (Meinken, 1960);
Pelmatochromis taeniatus klugei Meinken, 1960

Stamm: Chordatiere (Chordata)
Klasse: Fische (Pisces)
Ordnung: Barschartige Fische (Perciformes)
Unterordnung: Lippfischartige (Labroidei)
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Pseudocrenilabrinae
Größe: M 9 cm, W 6 cm
Erreichbares Alter: --*
Geschlechts-
unterschied:
Das Männchen ist größer und hat spitzere Flossen, das Weibchen ist dafür bunter
Ersteinführung 1911 durch Brüning
Futter: Lebend- und Trockenfutter
Aquarium: min. 80 cm (ca. 112 l)
Beckenbereich: unten
Sozialverhalten: Dieser Fisch lebt monogam und revierbildend
Nachzucht: Haftlaicher (in Höhlen)
Bemerkung: --
Nigeria, Kamerun
Herkunft: Nigeria, Niger-Delta, westlich der Hauptstadt Lagos von Ado bis Awga Awdaw, sowie Ethiop-River
Biotop: kiesige Uferzone mit Höhlen
Temperaturen: 24 - 26°C
pH-Wert: 5,0 - 7,0
Gesamthärte: < 10°
Karbonathärte: --

Durchschnittliche Preise im Handel:
Preise im Ø von 4,70 € bis 10,70 € (bei 23 Einzelpreisen)*
(Zuchtform und Größe können sich auf den Preis auswirken, diese Angaben dienen nur als grobe Orientierung! In Einzelfällen (Wildfänge, bes. Zuchtformen etc.) können die Preise auch deutlich anders liegen!)

Diese sehr hübschen Fische brauchen eine sandige Uferzone mit Höhlen, in der sie ein Revier abstecken.

Leider wird der Smaragdprachtbarsch (P. taeniatus) von weniger fachkundigen Aquarianern häufig mit dem Purpurprachtbarsch (P. pulcher) verwechselt.

MännchenDer Unterschied liegt jedoch nicht nur im Aussehen, wobei ich dem Purpurprachtbarsch seinen Reiz nicht absprechen möchte, die Zucht des Smaragdprachtbarsches ist ungleich schwieriger.

Die Futteransprüche sind auch von einem Neuling in der Aquaristik zu bewältigen, wobei ich mindestens einmal pro Woche Lebend- oder Frostfutter für unerläßlich halte. Ansonsten ist der Smaragdprachtbarsch mit handelsüblichem Flockenfutter oder Cichlidengranulat zufrieden. Ich möchte jedoch meine Erfahrung nicht verschweigen, daß granuliertes Futter dem Flockenfutter eindeutig vorgezogen wird. Eine weitere Voraussetzung für das Wohlbefinden unseres kleinen Cichliden sind geeignete Wohnmöglichkeiten im Aquarium.

WeibchenEine Höhle sollte mindestens vorhanden sein, zwei oder drei wären besser, da "man" sich seine Behausung gerne selbst aussucht. Von der Haltung weiterer Zwergcichliden in kleineren Aquarien (bis 150 l.) ist abzuraten, da sonst ein Revierkampf um die Höhlen entbrennen könnte. Gegner von Buntbarschen haben auf das Stichwort Kampf sicher schon gewartet: "Diese bissigen Viecher", weit gefehlt, viele Buntbarsche sind als äußerst friedlich zu bezeichnen. So auch der Smaragdprachtbarsch, der nur ein kleines Revier um seine Höhle verteidigt und sonst froh ist, wenn ihn die anderen Mitbewohner in Ruhe lassen.

 

 

Zucht:
Die Zucht des Smaragdprachtbarsches wird meist nur in eigens zu diesem Zwecke eingerichteten Aquarien ab 50 l. Inhalt gelingen. Wichtig ist eine großzügige Bepflanzung und sehr feiner Kies (Sand). Pelvicachromis taeniatus ist ein Höhlenbrüter, eine halbe leere Kokosnussschale umgestülpt, mit einem kleinen Eingang, haben sie besonders gerne als Bruthöhle. Auch dementsprechende Steinaufbauten mit Höhlen und Nischen genügen und werden als Brutstätte angenommen.

PärchenMittelhartes Wasser (dGH 10 - 12 °, ph 7,5) wird zur Zucht genügen. Störungen, wie herumhantieren im Aquarium, klopfen an die Scheibe oder allzu häufiges vorbeilaufen sollten unbedingt vermieden werden, da die Tiere sonst dazu neigen, ihr Gelege zu verspeisen. Wenn die Fische aus der Höhe Sand heraus baggern, kann man in Kürze mit der Laichabgabe rechnen. Dann werden die Eltern gegen etwaige Bedrohungen ihrer Jungfische (andere Fische) aggressiv!

Die Brutpflege innerhalb der Höhle übernimmt das Weibchen, während das Männchen das Revier um die Höhle sichert. Das Weibchen verläßt nun kaum die Höhle. Nach ca 8 - 9 Tagen, je nach Wassertemperatur, wird das Weibchen als "stolze" Mutter die Höhle mit ihrer Jungfischhorde verlassen. Nach dem ausschwimmen der Jungen aus der der Höhle werden sie abwechselnd von den Elternteilen durch das Aquarium geführt. Mit frisch geschlüpften Salinenkrebsen kann man die Jungfische vom ersten Tag an füttern. Ein oftmaliger Wasserwechsel fördert das Wachstum der Jungfische.

Quelle teilweise: Kim Höweler; Bilder: Anika Börries

 


Unterarten / Zuchtformen:

"Bandawouri"
"Dehane"
"Kienke"
"Lobe"
"Lobe-Rot"
"Lokoundje"
"Molive"
"Muyuka"
"Nigeria Gelb" (zwischen den Städten Benin-City und Onitsha, sowie Calabar)
"Nigeria Rot"
"Nange"
"Nyete"
"Wouri" (Nkwoh-Fluss)

 

Weiterführende Literatur:

Linke, W.; Staeck, W. (2002), Afrikanische Cichliden, Bd.1, Buntbarsche aus Westafrika, ISBN 3897451026

 

Weiterführende Links (extern!):

Pelvicachromis: Zwergbuntbarsche aus dem Westen Afrikas  

 


Diese Artbeschreibung wurde am 09.01.2007 aktualisiert. Die verwendeten Quellen sind in der Bibliographie aufgeführt. Bei Fragen melden Sie sich bitte im Forum. (Bitte die Art angeben!)

 

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