Das Zierfischverzeichnis
 
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Silberflossenblatt

Monodactylus argenteus (Linnaeus, 1758)

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Synonyme:

Acanthopodus argentus;
Centrogaster rhombeus;
Centropodus rhombeus;
Monodactylus argentues (Linnaeus, 1758);
Chaetodon argenteus Linnaeus, 1758;
Psettus argenteus (Linnaeus, 1758);
Psettus rhombeus (Forsskål, 1775);
Scomber rhombeus Forsskål, 1775


Stamm: Chordatiere (Chordata)
Klasse: Fische (Pisces)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Barschartige Fische (Percoidei)
Familie: Flossenblätter (Monodactylidae)
Unterfamilie: --
Größe: 25 cm
Erreichbares Alter: ca. 10 Jahre*
Geschlechts-
unterschied:
--
Ersteinführung 1908
Futter: Lebend-, Trocken- und Pflanzenfutter
Aquarium: min. 200 cm (ca. 600 l)
Beckenbereich: mitte
Sozialverhalten: --
Nachzucht: Noch nicht gelungen!
Bemerkung: Laut den "Heidelberger Beschlüssen zum Tierschutz im Zoofachandel" für Aquarien nur bedingt geeignet.
Afrika und Asien
Herkunft: siehe Karte
Biotop: Wandern während ihrer Jungend vom Süß- immer weiter ins Salzwasser
Temperaturen: 24 - 28°C
pH-Wert: ph 7,6 - 7,8
Gesamthärte: dH bis 15°, SG 1,005 - 1,024
Karbonathärte: --

Durchschnittliche Preise im Handel:
Preise im Ø von 6,50 € bis 13,50 € (bei 5 Einzelpreisen)*
(Zuchtform und Größe können sich auf den Preis auswirken, diese Angaben dienen nur als grobe Orientierung! In Einzelfällen (Wildfänge, bes. Zuchtformen etc.) können die Preise auch deutlich anders liegen!)

Wie die meisten Fische aus Brackwasserregionen wandern diese Tiere je nach Lebensabschnitt von süßeren in salzigere Regionen und schließlich ins Meer. Als erwachsener Fisch braucht er also ein Seewasserbecken mit Korallensand und entsprechenden Pflanzen.

Die oft zu hörende Aussage: "Die Fische sind an Süßwasser gewöhnt" stimmt also nur bedingt. Die kleinen Jungtiere aus dem Handel kann man durchaus kurzzeitig in hartem Süßwasser halten. In der Natur wachsen die Jungen in den Brackwassergebieten (Mangroven, Ästuarien, Flußmündungen) auf und ziehen auch die Flüsse hinauf. Ab einer Größe von 4-5 cm muß man sie in Brackwasser halten, die Dichte des Wassers kann jetzt zwischen 1,005-1,015 schwanken. Ab ca 8-10 cm 1,010-1,020. Ab 10-12 cm sollte es nicht mehr unter 1,020 gehen, Meerwasser ist angesagt. Ab dieser Größe kann man Silberblätter auch weiterhin in Brackwasser halten, tut ihnen damit aber keinen Gefallen!*

SilberflossenblätterAls ich 10 cm große Silberflossenblätter in ein Meerwasserwasseraquarium setzte, blühten sie regelrecht auf. Das mit der Zeit verblaßte Gelb der Flossen wurde wieder sehr kräftig und die Fische wirkten "gelassener".*

Wachstum: Im Aquarium scheinen die Tiere ihr Wachstum vorzeitig einzustellen. Die drei größten und ältesten Exemplare, die in einem "normalen" Heimaquarium von Monodactylus argenteus gesehen habe, waren 17 cm lang und fast 10 Jahre alt. Das Aquarium (Meerwasser) war 200 cm lang, 60 cm breit und 70 cm hoch.*

Im gleichen Aquarium schwammen auch 4 Monodactylus sebae, die etwa 16-18 cm lang und 5 Jahre alt waren. Diese waren nach Aussage des Besitzers zu diesem Zeitpunkt seit über einem Jahr nicht mehr gewachsen.*

Bei mir wurden Monodactylus argenteus auch nie größer als 16 cm. Drei Exemplare, die ich nach fünf Jahren Haltung abgegeben habe, kamen in ein Schaubecken mit drei Meter langer und 1,5 Meter hoher Frontscheibe zu fast 25 cm langen Artgenossen und wuchsen nicht mehr; die großen Tiere kamen bereits in dieser Größe in das Aquarium. Auffällig an diesen Flossenblättern war ihr um einiges "massigerer" Körper und einen deutlicheren Stirnbuckel. Man muß wohl zu dem Schluß kommen, daß man Monodactylus argenteus im normalen Aquarium keine geeigneten Lebensbedingungen bieten kann und sie zu "Kümmerlingen" werden. Bei Monodactylus sebae ist der Kümmerwuchs weniger ausgeprägt. Sie werden genauso kräftig wie adulte Wildfänge, nur bleiben sie etwas kleiner.*

Monodactylus argenteus sind recht nervöse, schnelle Schwimmer, die auf Störungen sehr schreckhaft reagieren. Sie werden mit dem Alter etwas gelassener, aber niemals ruhig. Das heißt noch lange nicht, daß sie friedlich sind. Zu nicht zu kleinen Mitbewohnern (die werden sonst gefressen) sind sie in der Regel friedlich, doch sollte die Gesellschaft durchsetzungsfähig sein, da die Flossenblätter schnelle und "gnadenlose" Fresser sind. Sie benötigen kräftiges Lebend- und Frostfutter und haben einen regen Stoffwechsel.*

Bei ausreichender Beckengröße kann man ein regelrechtes Rudeljagen beobachten. Im Gegensatz zu Monodactylus sebae gibt es bei Monodactylus argenteus auch Algen-Caulerpafresser, das scheint aber eine individuelle Vorliebe zu sein. Alle Silberblätter neigen auch zu innerartlichen Aggressionen, die in zu kleinen Aquarien zu Problemen führen können. Als ich meine vier Monodactylus sebae in einem 60 cm Würfel für zwei Wochen "zwischenhältern" (ihre Größe war zu diesem Zeitpunkt 5-7 cm) mußte, bildete sich die vorher schon angedeutete Hackordnung noch viel stärker heraus; der Kleinste wurde nachher nur noch zur Fütterung aus seiner Nische herausgelassen.*

In der Natur kann man beobachten, daß sich Flossenblätter zu Schwärmen zusammenschließen. Im Aquarium sind es eher Gruppentiere mit losem Zusammenhalt. Selbst in einem sehr großen Schauaquarium, das mit einem Plexiglastunnel begehbar ist (Burgers Zoo in Arnheim) war keine echte Schwarmbildung zu beobachten.*

Bilder: Nicolé; Absätze mit * von Markus Schulz

 


Unterarten / Zuchtformen:

  keine bekannt

 

Weiterführende Literatur:

folgt noch

 

Weiterführende Links (extern!):

  folgen noch

 


Diese Artbeschreibung wurde am 09.01.2007 aktualisiert. Die verwendeten Quellen sind in der Bibliographie aufgeführt. Bei Fragen melden Sie sich bitte im Forum. (Bitte die Art angeben!)

 

* Mitmachen!

Wenn Sie was zu den Statistiken (erreichtes Alter inzwischen verstorbener Exemplare oder den Preisen) beitragen möchten, können Sie sich hier eine Tabelle runterladen, die Sie dann bitte entsprechend ausgefüllt an mich zurückschicken oder Sie schicken mir einzelne Peise einfach per E-Mail direkt zu. Die ausgewerteten Daten in einer Übersichtstabelle kann bei mir erfragt werden. (In der Adresszeile "_at_" durch "@" ersetzen)

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